Kommt nun, ihr Sorgen, eine nach der anderen,
lasst mich das Fenster öffnen und sehen
eure vielen trauernden Gesichter.
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Müde vom Anblick glücklicher Gesichter
sind meine Augen erschöpft —
o Sorgen, vergeudet keine Zeit mehr.
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Weicht zurück, Küsse der Geliebten,
überdrüssig nun des Küssens, des Werbens —
heute brauche ich stattdessen etwas Tadel.
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Kommt langsam, Schatten der Verzweiflung,
Unrast, geh weit fort,
lass mich etwas Melancholie arrangieren.
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O Trauernde,
o ewig Trauernde,
wie lange schon habe ich euch nicht gesehen!
Heute brauche ich euch dringend.
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O Unerfülltheiten,
wo seid ihr?
Das Gefäß der Erfüllung ist längst voll,
heute muss dringend das Gefäß der Unerfülltheit gefüllt werden.
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Lieben, geht heute fort,
das Herz war in letzter Zeit viel zu überschwänglich,
nun soll etwas Stille kommen.
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O Freunde, bringt eure Messer,
setzt sie mir in den Rücken —
wie lange schon habe ich keinen Verräter gesehen!
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Geliebte, lasst meine Hand los,
ich kann nicht länger festhalten,
ich brauche jetzt ein wenig Freiheit.
Meiner Frau sage ich,
genug der Zärtlichkeit, genug Neckerei und Spiel,
nun tritt vor zum Streit.
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Alle Sorgen dieses einen Lebens,
ich bitte euch, mit gefalteten Händen,
nur um eines weiteren Gedichtes willen,
tretet noch einmal vor mich hin.
Für Noch Ein Gedicht
